Presseberichte                          

Firma Sennebogen

Firma Holtec

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pressemitteilungen der Fa. Sennebogen

Auf 3,5 m breiter Spur durchs Sauerland
Mobiles Hochleistungs-Umschlaggerät von Sennebogen

Das Holz- und Sägewerk Fabri, versteckt in den Wäldern rund um Meschede im Hochsauerland gelegen, wurde 1963 von Franz Fabri gegründet und schneidet mittlerweile jährlich rund 150.000 fm Langholz mit Stammlängen bis 20 m ein. Im Zuge des sich erheblich ausweitenden Geschäfts wurde ein neuer Rundholzplatz mit integrierter Aufarbeitung von Langholz und Abschnitten realisiert. Die Anlage verarbeitet bis zu 20 m langes Stammholz mit Durchmessern bis zu 650 mm. Aus diesen generiert sie Kurzholz mit Längen zwischen 2,5 und 8,5 m, die zu Dachlatten, Kanthölzern, Schalbrettern und Trägern mit Kantenlängen bis zu 20 cm verarbeitet werden. Vom Betreiber wurde eine eichfähige Werkseingangsmessung, basierend auf Infrarot und Ultraschall, sowie eine forstamtliche Sortierüberprüfung vorgeschrieben. Damit ist Fabri in der Lage, eingeschlagenes Holz sofort zu verarbeiten und anschließend dem Forstamt die Aufmaßprotokolle zur Verfügung stellen zu können.

Parallel zur neuen maschinentechnischen Ausstattung, die vom Anlagenbauer HOLTEC, Hellenthal, errichtet wurde, mußten auch die Umschlagmaschinen neu dimensioniert werden. Sennebogen Maschinenfabrik aus Straubing lieferte das stärkste mobile Umschlaggerät aus der Serie "Green Line", den 835 M-HD mit einem Superbreitspur-Unterwagen von 3,5 m Spurweite.

Zusammen mit dem vor zweieinhalb Jahren gelieferten 830 M-HD ist das neue Gerät täglich von 6.00 bis 14.00 Uhr auf dem 70.000 m2 großen Platz unterwegs. Die Aufgaben für den 835er sind besonders vielfältig. Zunächst müssen Langhölzer der Entrindungsanlage zugeführt werden. Permanent sind die 110 Sortierboxen entlang der über 134 m langen Sortierlinie zu leeren. Volle Boxen müssen entleert und die bis 8,5 m langen Holzabschnitte auf den Lagerplatz gebracht oder direkt zur Produktion transportiert werden.

Die beiden "Green Liner" sind jährlich rund 1800 Stunden auf dem weitläufigen und hügeligen Firmengelände von Fabri unterwegs, wobei der Fahranteil außerordentlich hoch ist.

Breitspur-Mobilunterwagen ohne Abstutzung

Zeit ist im Holzumschlag Geld, deswegen scheiden zeitaufwendig abzusenkende Pratzenabstutzungen aus. Sennebogen konzipierte einen Unterwagen mit 3,6 m Radstand, 3,5 m Spurweite, Allradantrieb und -Lenkung (Wendekreis: außen 7 m, innen 5 m) sowie einem großdimensionierten Drehkranz, der die erheblichen Torsionskräfte spannungsfrei in den Unterwagen leitet. Die 40 t schwere Maschine verfährt auf zwei 70-t-Spezialachsen, die beim Umschlag von Holz (Schwenken des Oberwagens aus der Längsachse) hydraulisch blockiert werden. Anstelle der üblichen Standard-Luftreifen wurden acht besonders flankenstabile Michelin-Reifen der Größe 12.00-R24 XZM ohne Zwischenringe aufgezogen. Ein 166 kW starker, wassergekühlter Deutz-Dieselmotor treibt das Umschlaggerät an. Die Spezial-Umschlagausrüstung erlaubt Reichweiten bis 14,5 m. Durch diese große Reichweite konnte mehr Fläche für Holzbearbeitung und -lagerung eingeplant werden. Die Ausrüstung des 835 M-HD besteht aus einem 7,5 m langen Kompaktausleger und einem 5,5 m langen Greiferstiel. Als Lastaufnahmemittel fungiert ein Holzgreifer mit 2 qm Greiffläche. Für das "Aufräumen" auf dem Lagerplatz und für das Reinigen der Fahrwege für die Umschlaggeräte und für Fahrzeuge der Holzanlieferung wurde ein hydraulisches Planierschild vorgesehen.

Fahrerkomfort wird großgeschrieben

Antonius Berghof ist täglich acht Stunden auf dem 835er unterwegs. Eine Klimaanlage sowie ein luftgefederter Gesundheitskomfortsitz mit Bandscheibenstütze und Sitzheizung sorgen für die notwendige Ergonomie. Als einer der ersten Umschlagmaschinen von Sennebogen wird der neue 835 nicht mit dem sonst üblichen Lenkrad, sondern mit einem Joystick gesteuert. Zur Verlängerung der Ölstandzeiten und zur Erhöhung der Ölreinheit wurde das Hydrauliksystem (Inhalt 360 l) mit dem von Sennebogen patentierten Hydraulik-Feinstfilter-system Hydro-Clean bestückt.

Sennebogen Maschinenfabrik GmbH
Andreas Ernst
Hebbelstrasse 30
94315 Straubing
Tel. 09421-540 152
Fax 09421-43882
Mob. 0172-8403468
 

Pressemitteilungen der Fa. Holtec

Die Umstellung von der reinen Langholzverarbeitung auf einen Mischbetrieb mit zusätzlicher Abschnittbeschickung stellt für viele Sägewerke heute eine zwingende Notwendigkeit dar, um sich am Markt weiter behaupten zu können. Auf schwierigsten Gelände-verhältnissen konstruierte HOLTEC einen neuen Hochleistungsrundholzplatz im Sauerland, auf dem Langholz und Abschnitte parallel verarbeitet werden können.

Die Firma Fabri-Holz GmbH & Co in Grevenstein (Sauerland) ist ein Schwachholzverarbeitermit ca. 150.000 fm Jahreseinschnitt. Die 1963 von Franz Fabri gegründete Firma ist vom kleinen Familienbetrieb zu einem der leistungsfähigsten Unternehmen seiner Art gewachsen. Im Sägewerk ist eine HewSaw-Spanerkreissägen-Kombination mit einer Nachschnittkreissäge sowie zwei Stapelanlagen für Haupt- und Seitenware installiert. Im Durchschnitt werden dafür je nach Einschnittprogramm ca. 20 bis 25.000 lfdm Rundholz pro Tag benötigt.

In Zukunft soll der Rohstoffbedarf sowohl mit Langholz als auch mit Abschnitten gedeckt werden. Mit der Ausweitung der Produktionspalette auf den Bereich "Abschnitte" möchte die Firma Fabri flexibler auf den wechselhaften Rohstoffmarkt mit seinem stark schwankenden Angebot an Langholz und Abschnitten reagieren können. Die zusätzliche Verarbeitung von Abschnitten soll das Unternehmen unabhängiger von den Marktschwankungen machen.

Der "alte" HOLTEC-Rundholzplatz, auf dem in 10 Jahren ca. 1,5 Mio. fm Langholz eingeschnitten wurden, konnte diese neuen Anforderungen nicht mehr erfüllen, da eine kombinierte Aufbereitung von Langholz und Abschnitten nicht möglich war. Neue separate Langholz- und Aufarbeitungsplätze waren nicht realisierbar, da das dafür notwendige Investitionsvolumen und der Platzbedarf den Rahmen des Machbaren gesprengt hätten.

So musste ein Konzept her, das mit möglichst wenig Einsatz an Ressourcen eine kostengünstige Aufarbeitung von Langholz und Abschnitten ermöglicht. Auch die verpflichtend vorgegebene eichfähige Werkseingangsmessung mit forstamtlicher Sortierüberprüfung musste möglichst ökonomisch in dieses Konzept eingepasst werden.

In enger Kooperation zwischen der Firma Fabri, HOLTEC als Generalunternehmer und Jörg-Elektronik wurde ein interessantes Konzept entwickelt: Trotz schwierigster Platzverhältnisse - Entrindungs- und Reduzierlinie sind von der Kapp- und Sortierlinie durch einen Bachlauf getrennt - entstand ein leistungsfähiger neuer Rundholzplatz.

HOLTEC kombinierte dabei unterschiedliche Maschinen und Anlagenkomponenten. Mechanisierungseinheiten wie die Förderanlagen, sowie die Kapp- und Sortierlinie wurden von HOLTEC und Sänger & Massierer/ Wildeshausen gefertigt. Bei der Entrindung kommt eine "Nicholson A5B 27" von Nicholson / Austria zum Einsatz, der Langholz-Reduzierer (Type ESR-L) stammt von Baljer & Zembrod, Altshausen. Als Partner für die Elektronik stand die Firma Jörg, Oberstaufen, bereit.

Der neue Rundholzplatz hat nun eine separate Langholz- und Abschnittbeschickung, aus denen die Hölzer wechselweise der Entrindungslinie zugeführt werden. Direkt im Anschluss an die Entrindung werden die Langhölzer durch die geeichte Langholzvermessung mit Krümmungserkennung gefahren und anschließend dem Reduzierer zugetaktet. Aufgrund der Messergebnisse ist dann bereits entschieden, ob ein Reduziervorgang erfolgt oder ob der Langholzstamm direkt vor der Kapplinie einem Zwischenpuffer übergeben wird.

Der Vorschub der Entrindungslinie beträgt ca. 100 m/min. Wenn der Zwischenpuffer vor der Kapplinie mit ca. 15 Langholz-Stämmen voll befüllt ist, schaltet sich die Anlage automatisch auf Abschnittbetrieb um. Die entrindeten Abschnitte werden direkt hinter der Entrindungsmaschine auf einen Zwischenpuffer für Abschnitte abgeworfen und gelangen von dort zur Vereinzelung in die Sortierlinie. Dieser Vorgang wird unterbrochen, sobald der Langholzpuffer vor der Kapplinie bis auf wenige Stämme abgearbeitet wurde. Dann wird automatisch wieder Langholz verarbeitet, bis der Puffer wieder aufgefüllt ist.

Die Abschnitte aus der Langholzkappung gelangen ebenfalls in einen Zwischenpuffer, der sich parallel zur Abschnittbeschickung vor der Sortierlinie befindet. Die Eintaktung der jeweiligen Abschnitte in die sich anschließende Sortierstrecke erfolgt dann wechselseitig, d.h. es werden jeweils ca. 15 Abschnitte von der Kapplinienseite und eine ähnliche Stammanzahl von der Abschnittseite in die Sortierlinie eingetaktet. In dem danach folgenden Sortierblockzug ist eine zweite geeichte Jörg-Messung installiert, die als Eingangsmessung die aus der Kurzholzseite kommenden Abschnitte erfasst und entsprechend den vorgegebenen Längen- und Stärkenkriterien in die Boxen absortiert. Die aus der Kapplinie kommenden Abschnitte werden an diese Messstelle ebenfalls erfasst und absortiert. Die Sortierstrecke besteht aus einem Blockzug mit Rundausstoßern und doppelten Überrollboxen.

Sämtliche Mess-, Optimie rungs- und Sortiererdaten werden online der Büro-EDV übermittelt. Das spart Zeit und Kosten. Das komplette Rundholzverwaltungsprogramm ist außerdem auf dem Laptop des Holzeinkäufers installiert. Dieser kann damit bereits im Forst die Eckdaten der entsprechenden Lose eingeben und diese zu jeder Zeit in das Bürosystem der Firma Fabri überspielen. Nach der Werkseingangsmessung ist somit eine permanente Kontrolle des Rundholzes gewährleistet

Auch bei anderen Problemen konnte HOLTEC der Fabri-Holz GmbH & Co wirtschaftliche Lösungen anbieten: Die Anlagenhöhe und die entsprechenden Unterbauten wurden so gewählt, dass auf Entsorgungsförderer fast ganz verzichtet werden konnte. Dazu wurde die Entsorgung der Rinde, der Sägespäne, Anschnitt- und Reststücke so geplant, dass sie mit einem Bob-Cat erfolgen kann. Lediglich für die Entsorgung der Reduzierspäne musste ein Kratzkettenförderer installiert werden. Der gesamte Rundholzplatz wird nunmehr von einem Bedienungsmann und einem Baggerfahrer betrieben.